Umsetzungshilfe Qualitäts- und Leistungshandbuch für Mitglieder veröffentlicht

Seit dem 1. Januar 2026 gilt das neue Fachkonzept für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich. Alle Leistungserbringer sind damit verpflichtet, ein Qualitäts- und Leistungshandbuch (QLHB) zu erstellen. Die BAG WfbM stellt ihren Mitgliedern ab sofort eine praxisorientierte Umsetzungshilfe zur Verfügung, die zeigt, wie die Erstellung des QLHB strukturiert erfolgen kann.

Mit dem Orientierungsleitfaden (Anlage 3) hat die Bundesagentur für Arbeit verbindlich festgelegt, wie die Angebote, Zielgruppen, organisatorischen Strukturen und die Durchführung der Maßnahmen vor Ort zu beschreiben sind.

Die nun veröffentlichte Umsetzungshilfe für Mitglieder der BAG WfbM soll Orientierung bieten und wirkungsvoll bei der Weiterentwicklung der beruflichen Bildung unterstützen. Sie ist aus der Praxis für die Praxis entstanden und wurde von der Arbeitsgruppe Entwicklung der beruflichen Bildung der BAG WfbM, einem bundesweiten Zusammenschluss von Fachkräften und Praxisexpert*innen aus allen Bundesländern, erarbeitet.

KI-Kompass Inklusiv: Das Begleitgremium traf sich zum elften Mal

Am 24. März 2026 traf sich das Begleitgremium des Projekts KI-Kompass Inklusiv im digitalen Raum zu seiner elften Sitzung. In diesem Rahmen tauschten sich die Mitglieder des Begleitgremiums und Vertreter*innen aus dem Projektteam über neuste Entwicklungen des Projekts aus.

Nach der Präsentation des aktuellen Stands der einzelnen Arbeitspakete folgte die Bearbeitung von drei thematischen Schwerpunkten in Kleingruppen.

Ergebnisse des Technologie-Monitorings

Im Zentrum des ersten Themenblocks stand die systematische Suche und Aufbereitung von Informationen zu KI-Technologien. Ziel des Monitorings im Projekt ist es, relevante KI-Technologien zu identifizieren und übersichtlich im regelmäßig aktualisierten Technologie-Monitor des Projekts zugänglich zu machen. Berit Blanc (DFKI) berichtete von den neuesten Ergebnissen, die im Februar 2026 hierzu veröffentlicht wurden.

In dieser neuen Recherche hat sich das DFKI verstärkt auf bereits auf dem Markt vorhandene Produkte konzentriert. Dabei wurden insgesamt 166 KI-gestützte Assistenzsysteme identifiziert, darunter etwa 65 % Produkte. Viele dieser Systeme sind für die Wahrnehmung der Umgebung, für die Kommunikation oder für die Ausübung der beruflichen Tätigkeit besonders geeignet.

In der anschließenden Diskussion wurde das große Interesse der Mitglieder an niedrigschwelligen und breit einsetzbaren KI-gestützte Assistenztechnologien deutlich. Dabei wurden Anwendungen zur Kommunikation und Textbearbeitung als besonders wertvoll hervorgehoben. Gleichzeitig regten die Mitglieder des Begleitgremiums an, die Perspektiven und Erfahrungen von Nutzer*innen in der Entwicklung stärker einzubeziehen, etwa durch Rückmeldungen aus der Praxis.

Geplante Webinarreihe zu beruflicher Teilhabe mit KI

Der zweite Themenblock widmete sich der geplanten Webinarreihe zur Förderung der beruflichen Teilhabe mithilfe KI-gestützter Assistenztechnologien. Verena Anton (BAG BBW) stellte das Konzept vor. Die Online-Veranstaltungen sollen praxisnahe Einblicke in den Einsatz von KI-Technologien im Arbeitsalltag bieten und Nutzer*innen sowie Entwickler*innen der Anwendungen als Expert*innen bei der Berichterstattung einbeziehen. 

Die Beiträge aus dem Begleitgremium zeigten, dass KI-Technologien bereits in verschiedenen beruflichen Bereichen zur Unterstützung genutzt werden, vor allem in der Organisation von Arbeitsprozessen sowie bei der Textarbeit. Dabei spielen Funktionen wie Spracheingabe und -ausgabe eine wichtige Rolle, gerade für Menschen, denen das Schreiben schwerfällt.

Auch Herausforderungen bei der Verwendung von KI-Assistenztechnologien wurden benannt, etwa im Hinblick auf rechtliche Rahmenbedingungen im Arbeitskontext. Die Themen barrierefreie Nutzungsmöglichkeiten, technische Voraussetzungen sowie Transparenz bei Datenverarbeitung wurden als wichtige Aspekte für die künftigen Webinare hervorgehoben.

Die Webinarreihe „Berufliche Teilhabe mit KI“ startet am 12. Mai 2026 mit dem Thema „Arbeitsorganisation“. Mehr Informationen zu den sechs Terminen finden Sie künftig auf der Projekt-Website unter Veranstaltungen.

Schnittstellen zwischen KI und weiterer Software

Die Frage, wie KI-Technologien mit bestehender Software und digitaler Arbeitsumgebung verknüpft werden können, lag im Fokus des dritten Themenblocks, gestaltet von Michael Thieke-Beneke (BV BFW). Mithilfe von digitalen Schnittstellen und somit neu entstehenden Verbindungen können Arbeitsprozesse vereinfacht und neue Formen der Interaktion mit verschiedenen Anwendungen ermöglicht werden. Besonders für Menschen mit starken Einschränkungen können solche barrierearmen und zuverlässigen Lösungen einen erheblichen Mehrwert bieten.

Die Mitglieder des Begleitgremiums berichteten von vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere im Bereich der Spracheingabe und Audiotranskription. Schnittstellen zwischen KI-Systemen und bestehender Software weisen großes Potenzial zur Automatisierung von Arbeitsschritten und zur effizienten und einfachen Steuerung auf. Einschränkungen bestehen jedoch durch technische, organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen.

Nach Abschluss der Diskussionen in Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmenden im Plenum über die bevorstehende Fachtagung des Projekts KI-Kompass Inklusiv aus, moderiert von Katharina Wiehe (BAG WfbM). Das Konzept für die Veranstaltung wurde den Mitgliedern vorgestellt, ebenso wie die Schwerpunkte, die beim Präsenztreffen des Begleitgremiums im Juni 2026 gemeinsam vertieft werden sollen. Die Mitglieder sind eingeladen, an der Fachtagung teilzunehmen und sie aktiv mitzugestalten. Diese wird am 29. September 2026 in Präsenz in Berlin stattfinden.

Hintergrund

Das Projekt KI-Kompass Inklusiv erforscht, wie der Einsatz KI-gestützter Assistenztechnologien die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen fördern kann. Das Projekt wird von der BAG WfbM in Zusammenarbeit mit der BAG BBW und dem BV BFW unter der Leitung des DFKI umgesetzt. Zum Angebot des entstehenden Kompetenzzentrums zählen neben Schulungen auch Informationsformate, Praxisbeispiele sowie ein Technologie-Monitor, der einen Überblick über KI-Assistenztechnologien bietet. Die BAG WfbM übernimmt im Rahmen des Projekts die Organisation des inklusiven Begleitgremiums und sorgt dafür, dass Barrierefreiheit in allen Projektbereichen mitgedacht wird.

Mitglieder:Dialog 2026 in Frankfurt am Main – „Aufbruch zu mehr Teilhabe“ im Fokus

Am 24. März 2026 veranstaltete die BAG WfbM einen Mitglieder:Dialog auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main. Zahlreiche Vertreter*innen nutzten die Gelegenheit, um sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Werkstätten auszutauschen und gemeinsam Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Diskussion des Vorstandspositionspapiers „Aufbruch zu mehr Teilhabe“. Dieses setzt Impulse für die Weiterentwicklung der Werkstätten für behinderte Menschen und formuliert Perspektiven für eine stärkere und nachhaltigere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben.

Die Teilnehmenden brachten ihre fachlichen Einschätzungen und praktischen Erfahrungen ein und diskutierten intensiv vier zentrale Handlungsfelder aus dem Papier sowie mögliche Umsetzungsschritte.

Einblicke und Momente

Diskussionsszene beim Mitglieder:Dialog 2026 der BAG WfbM. Die Teilnehmenden stehen um einen Tisch und diskutieren.
Die Teilnehmenden des Mitglieder:Dialogs 2026 der bAG WfbM bewegen sich durch das Gebäude des DFB-Campus Frankfurt. Im Hintergrund sieht man das Logo des DFB.
Publikumsszene beim Mitglieder:Dialog 2026 der BAG WfbM. Die Teilnehmenden applaudieren.
Die Teilnehmenden des Mitglieder:Dialogs 2026 der BAG WfbM bewegen sich durch das Gebäude des DFB-Campus in Frankfurt. Im Hintergrund sieht man eine regenbogenfarbene Fotowand.

©BAG WfbM/Erik Schumacher

Vier zentrale Handlungsfelder

Diskutiert wurden die Einkommensverbesserung für Werkstattbeschäftigte, eine verbesserte Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, eine Qualitätssteigerung der Leistungen in der beruflichen Bildung in Werkstätten und wie Werkstätten und andere Leistungsanbieter noch stärker als Kompetenzgeber für einen inklusiven Arbeitsmarkt wirken können.

In offenen Austauschformaten, begleitet durch den Vorstand und Mitarbeitende der Geschäftsstelle der BAG WfbM, konnten die Teilnehmenden ihre Perspektiven einbringen und miteinander ins Gespräch kommen. Externe Betrachtungsweisen und Praxiswissen brachten zudem Wirtschaftsforscher und Politikberater Dr. Bruno Kaltenborn, Maren Plehn, Geschäftsführerin bei 1a Zugang gGmbH, Simone Kreitenweis, Förderstättenleiterin der Pfennigparade Perspektive GmbH und Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg e.V., in die thematischen Diskussionen ein.

Wichtige Impulse für die Arbeit der BAG WfbM

Die Rückmeldungen aus der Mitgliedschaft lieferten wertvolle Impulse für die weitere Verbandsarbeit. Einigkeit bestand darüber, dass der gemeinsame Dialog eine zentrale Voraussetzung ist, um die Interessen von Menschen mit Behinderungen wirksam zu vertreten und die Werkstätten zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Die BAG WfbM wird die Ergebnisse des Mitglieder:Dialogs in ihre weitere Arbeit einfließen lassen.

Ein Dank gilt der DFB-Stiftung Sepp Herberger für die Unterstützung bei der Ausrichtung der Veranstaltung auf dem DFB-Campus.

Ein ausführlicher Bericht zur Veranstaltung folgt in der nächsten Ausgabe des Verbandsmagazins Werkstatt:Dialog.

Starker Auftakt von You can! in Leipzig

Die BAG WfbM zieht ein positives Fazit des ersten Fachkongresses You can! in Leipzig. Vom 11. bis 13. März 2026 waren im Congress Center mehr als 3.000 Besucher*innen zusammengekommen, um sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und Inklusion im Arbeitsleben gemeinsam weiter zu denken.

„Mit unserem vielseitigen und umfangreichen Programm aus Fachvorträgen, politischen Diskussionen, Einblicken in die Praxis und Workshops haben wir den Austausch von Menschen mit und ohne Behinderungen gestärkt, die sich für eine inklusive Arbeitswelt einsetzen“, sagt Christiane Eck-Meißner, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BAG WfbM. „Der Fachkongress You can! hat damit bereits bei seiner Premiere gezeigt, dass er künftig eine wichtige Plattform für die Gestaltung einer modernen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben sein wird.“

Bei You can! standen aktuelle Entwicklungen, innovative Lösungsansätze, aber auch zentrale Herausforderungen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden konnten aus rund 130 Beiträgen von etwa 250 Referierenden wählen und mit mehr als 50 Ausstellern ins Gespräch kommen.

„Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Premiere des Fachkongresses You can! im Congress Center Leipzig. Gemeinsam mit der BAG WfbM haben wir den passenden Rahmen für ein inhaltlich anspruchsvolles Programm, eine vielfältige Ausstellung und den persönlichen Austausch geschaffen. Die Teilnehmenden haben hier live erlebt, wie Inklusion im Arbeitsleben gelingen kann, und viele wichtige Anregungen mitgenommen. Umso mehr freuen wir uns darauf, den Fachkongress auch in den kommenden Jahren wieder im Congress Center Leipzig zu begrüßen“, sagt Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

Kongressprogramm zeigt Chancen und Herausforderungen auf

Die erste Ausgabe des Fachkongresses You can! war geprägt von Diskussionen rund um die Weiterentwicklung der Leistungen von Werkstätten für behinderte Menschen, aber auch von interessanten Einblicken zu den Themenbereichen Bildung und Qualifizierung, Digitalisierung und assistive Technologien, inklusive Gesundheitsförderung und Rehabilitation, Personalgewinnung und -entwicklung, politische und rechtliche Rahmenbedingungen der beruflichen Teilhabe, Selbstbestimmung und Selbstvertretung sowie Gestaltung von inklusiven Arbeitsplätzen.

Ein wesentlicher Baustein des Kongresses war außerdem die Vorstellung verschiedener Praxisbeispiele. Keynotes von Inklusionsexpert*innen sowie Talkrunden mit Vertreter*innen von Bundes- und Landesministerien, von Leistungsträgern der Eingliederungshilfe und von Unternehmen, mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages, mit Forschenden und mit Vertreter*innen der Werkstattbeschäftigten rundeten die Premiere von You can! ab.

Nächster Fachkongress im März 2027

„Wir bedanken uns bei allen Besucher*innen, Partnern, Referierenden und Sponsoren. Sie alle haben mit ihrem Engagement maßgeblich zur erfolgreichen ersten Ausgabe von You can! beigetragen“, sagt Christiane Eck-Meißner. „Die sehr gute Resonanz und das konstruktive Feedback zeigen uns, dass wir mit dem Fachkongress einen wichtigen Beitrag zur Debatte um Inklusion im Arbeitsleben leisten. In diesem Sinne freuen wir uns bereits auf die nächste Ausgabe im kommenden Jahr“.

You can! findet vom 9. bis 11. März 2027 wieder im Congress Center Leipzig statt.

Einblicke und Momente

Das Foto zeigt eine große Menschenmenge vor. Einzelne Personen laufen herum, andere stehen und unterhalten sich. Im Vordergrund ist ein Stehtisch, an dem ein Mann lehnt. Im Hintergrund sind zwei große, holzvertäfelte Türen, aus denen mehrere Menschen treten.
Das Foto zeigt eine Frau mit schwarzem Pullvoer und bunten Rock in einem Rollstuhl auf einer Bühne. Sie trägt ein Mikrofon und spricht zum Publikum. Neben ihr ist ein Tisch, auf dem ein Glas mit Wasser steht und auf dem einige Unterlagen aus Papier liegen. Im Hintergrund ist eine Präsentation auf einer Leinwand mit dem Logo der Veranstaltungs You can!
Das Foto zeigt Menschen, die in einem Halbkreis sitzen, von hinten. Im Fokus des Fotos steht eine Frau mit roter Bluse und gelockten braunen Haaren. Sie hat ein Mikrofon in der linken Hand und spricht lächelnd hinein. Ihr Blick richtet sich auf die übrigen Personen im Halbkreis.
Das Foto zeigt einen Mann mit grauen, halblangen Haaren und mit dunklem Anzug seitlich aufgenommen auf einer Bühne. Der Mann ist vom Kopf bis zur Hüfte sichtbar und hat seine rechte Hand halb erhoben. An der Hand trägt er einen Ring und hält mit der Hand einen Stift fest. Im Hintergrund ist ein dunkelblauen Bühnenvorhang.
Das Foto zeigt mehrere Personen in Stuhlreihen sitzend von vorne. Sie alle lächeln. Eine Person hält eine Broschüre mit der Aufschrift "Zusammen Arbeit neu denken. Programm" und dem Logo der Veranstaltung You can! in den Händen. Eine weitere Person trägt Kopfhörer.
Das Foto zeigt sechs Personen sitzend auf einer Bühne. Zwei Personen sind in einem Rollstuhl. Ein Mann mit Brille und Halbglatze spricht. Er hat Unterlagen aus Papier auf seinen Knien abgelegt und hält die Hände vor der brust zusammen. Alle anderen Personen blicken ihn konzentriert an.
Das Foto zeigt einen kleinen Raum, in dem einige Personen an runden Tischen sitzen. Sie blicken nach vorne und sind von hinten fotografiert worden. Vorne im Raum steht eine Frau mit Blick in das Üublikum neben einer Leinwand, auf der der Schriftzug "Herzlich willkommen" zu lesen ist.
Das Foto zeigt drei Personen, die in Sesseln auf einer Bühne sitzen. Links ist ein Mann in grauem Anzug, der ein Mikrofon in seinen Händen hält. In der Mitte ist eine Frau in hellgrauem Anzug. Sie spricht in ein Mikrofon. Rechts ist eine Frau in roter Bluse und mit lockigen braunen Haaren. Sie blick konzentriert in Richtung der Frau mit dem hellgrauen Anzug.
Das Foton zeigt ein großes Kongresszentrum. In der Mitte ist ein Treppenhaus mit Wendeltreppe und Aufzügen. Auf allen Etagen des Kongresszentrums sind viele Menschen zu sehen. Das Dach des Kongresszentrums ist verglast, sodass Sonnenlicht auf die Szenerie fällt.
Das Foto zeigt mehrere Personen an einem Messestand. Im Vordergrund sind drei Frauen. Eine Frau mit grünem T-Shirt hält in ihrer rechten Hand Unterlagen und zeigt mit ihrer linken Hand auf einen Tisch. Neben ihr ist eine Frau mit Rollator, die zum Tisch blickt. Neben dieser Frau ist eine dritte Person. Auch sie blickt zum Tisch und lächelt. Über dem rechten Arm trägt sie eine Jacke.
Das Foto zeigt eine junge Frau auf einer Bühne. Sie hält ein Mikrofon in der linken Hand und spricht hinein. Dabei schaut sie nach vorne. Ihre rechte Hand hat sie leicht angehoben. Im Hintergrund ist eine Präsentation auf einer Leinwand mit dem Logo des Fachkongresses You can!
Das Foto zeigt einen kleinen Raum, in dem viele Menschen an runden Tischen sitzen. Vorne im Raum wird eine Präsentation auf einer Leinwand gezeigt. Neben den Tischen steht eine Person mit einer Kochmützen auf dem Kopf. Sie hält ein Schild in der Hand, auf dem eine Kartoffel abgebildet ist.
Das Foto zeigt einen Mann auf einer Bühne stehend. Links von ihm sitzen zwei Personen, die in Gebärdensprache dolmetschen. Rechts von ihm steht ein Rednerpult mit dem Logo des Fachkongresses You can! Hinter dem Mann wird eine Präsentation auf einer Leinwand gezeigt. Der Mann blick konzentriert geradeaus. Er trägt einen Anzuig, eine Brille und ein Mirkofon und hat links eine Handprothese.
Das Foto zeigt zwei Menschen stehend an einem großen Tisch. Auf den Tisch werden von oben verschiedene Symbole projekziert. Die Person links im Bild fasst mit ihrem Zeigefinger auf eines der projekzierten Symbole.
Das Foto zeigt eine große Menschenmenge vor verschiedenen Messeständen. Sie unterhalten sich angeregt und stehen in kleineren Gruppen zusammen. Im Vordergrund sind ein Mann mit Brille und grünem Pullover und eine Frau mit hellblauen Jacket. Sie hat die Hände erhoben und spricht dem Mann zugewandt.
Das Foto zeigt mehrere Personen in einem kleinen Raum. Drei Männer sind im Vordergrund. Zwei von ihnen sitzen auf Stühlen, einer in einem Rollstuhl davor. Sie unterhalten sich. Der Mann links hat dazu die Hand erhoben, in der er einen Stift hält. Alle drei Männer tragen Unterlagen bei sich.

Fotos: BAG WfbM/Green Eyes Media

Neuer Fachkongress für Inklusion im Arbeitsleben: You can! in Leipzig öffnet erstmals seine Türen

Die BAG WfbM hat heute den ersten Fachkongress You can! im Congress Center Leipzig eröffnet. Bis zum 13. März werden den 3.000 Besucher*innen rund 130 Vorträge, Workshops und Talkrunden geboten. Darüber hinaus präsentieren sich beim Fachkongress über 50 Aussteller. Zur heutigen Eröffnung mit politischen Vertreter*innen gab es auch eine Diskussion zur angekündigten Reform der Werkstattleistung und des Werkstattentgeltes, bei der die BAG WfbM und Werkstatträte Deutschland e. V. einen Appell an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales überreichten. Zudem verlieh der Verband die „exzellent“-Preise 2026 an innovative Projekte zur Teilhabe am Arbeitsleben aus Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

„Mit You can! haben wir ein neues Veranstaltungsformat geschaffen, dass Interessierte und Expert*innen aus ganz Deutschland zusammenbringt. Sie alle möchten die Zukunft inklusiver Arbeit mitgestalten und finden bei unserem Fachkongress Möglichkeiten, um sich auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Impulse mitzunehmen“, fasste Andrea Stratmann, Vorstandsvorsitzende der BAG WfbM, zusammen.

Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, sagte im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung: „Zusammen Arbeit neu denken – unter diesem Motto steht der Fachkongress You can! Das macht deutlich: Damit die Potenziale von Vielfalt und Inklusion im Arbeitsleben voll ausgeschöpft werden können, sind wir alle gefragt. Hier in Leipzig sehen wir, dass es bereits viele gute Initiativen gibt. Durch Dialog und Vernetzung gelingt es, voneinander zu lernen und bessere Voraussetzungen für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu schaffen“.

Staatsministerin Köpping unterstreicht Bedeutung von You can!

Zum Beginn von You can! gab es am 11. März 2026 bereits 40 Programmbeiträge aus unterschiedlichen Themenbereichen sowie Beispiele aus der Praxis beruflicher Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, fasste ihren Eindruck vom ersten Tag des Fachkongresses wie folgt zusammen: „You can – das heißt: Du kannst das! Und genau darum geht es bei Inklusion – und zwar um Zutrauen, echte Teilhabe und darum, Barrieren zu erkennen und zu überwinden. Wir als Freistaat Sachsen unterstützen Inklusion beispielsweise über Fördermöglichkeiten für Investitionen von Leistungsanbietern oder im Rahmen der Zukunftsplattform für soziale Innovationen. Am Herzen liegen uns auch die guten Arbeitsbedingungen in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und die Interessenvertretung durch Werkstatträte und Frauenbeauftragte. Der Fachkongress You can! ergänzt unsere Aktionen für eine umfassende Inklusion ganz ideal. Ich freue mich, dass wir in Leipzig so viele engagierte Personen, Arbeitsgemeinschaften, Mitarbeitende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung begrüßen dürfen. Gemeinsamer Austausch, voneinander Lernen, Erfahrungen teilen – das macht dieser Kongress möglich und gerade deshalb ist er so wertvoll.“

Einblicke und Momente

Das Foto zeigt drei Fahnen vor blauem Himmel. Die Fahnen tragen die Logos der BAG Wfbm und der Veranstaltung "You can! Fachkongress für Inklusion im Arbeitsleben".
Das Foto zeigt einen großen, voll besetzten Saal. Die Menschen sitzen in mehreren Stuhlreihen und schauen zu einer Bühne. Sie sind von hinten fotografiert. Auf der Mühne sind eine Frau im Rollstuhl und eine Frau stehend an einem Rednerpult. Im Hintergrund ist eine große Leinwand, auf die das Bild der stehenden Frau übertragen wird.
Das Foto zeigt eine blonde Frau in blauem Anzug an einem Rednerpult stehend. Vor ihr sind zwei Mikrofone. Ihre Hände hat sie auf dem Pult abgelegt und hält einen beschrifteten Zettel fest. Auf der Vorderseite des Rednerpultes sind das Logo der BAG WfbM und das Logo des Kongresses You can!
Das Foto zeigt Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, an einem Rednerpult. Sie trägt ein hellgrünes Jacket und lächelt.
Das Foto zeigt Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, stehend an einem Rednerpult. Auf der Vorderseite des Rednerpultes ist das Logo der Veranstaltung You can!
Das Foto zeigt zwei Männer und zwei Frauen auf einer Bühne sitzend. Eine Frau nutzt einen Rollstuhl; die übrigen Personen sietzen in Sesseln. Zwei Personen halten Mikrofone in den Händen. Alle blicken sich an. Im Hintergrund ist eine Leinwand, auf der eine Präsentation gezeigt wird.
Das Foto zeigt ein offenes Treppenhaus mit Wendeltreppen, Rolltreppen und Fahrstühlen. Auf den einzelnen Etagen sind Menschen und Messestände erkennbar. Im Hintergrund ist eine große Glasfront.
Das Foto zeigt eine große Zahl von Menschen, die in einem Raum in Stuhlreihen sitzen. Eine Person nutzt einen Rollstuhl, Alle blicken konzentriert geradeaus.
Das Foto zeigt mehrere Personen auf einer Bühne sitzend. Zwei Personen nutzen einen Rollstuhl. Ganz links ist eine Person, die Gebärdensprache verwendet. In der Mitte ist eine Person, die in ein Mikrofon spricht. Die übrigen Personen schauen sie an oder schauen in Richtuing des Publikums, das vor der Bühne in Reihen sitzt. Im Hintergrund ist eine Leinwand mit dem Logo der Veranstaltung You can!
Das Foto zeigt Menschen an einem Messestand, die von oben aufgenommen sind. Sie stehen in kleinen Gruppen zusammen und unterhalten sich.
Das Foto zeigt eine Podiumsdiskussion. Im Fokus der Aufnahme sind ein Mann in hellblauem Anzug und mit Brille, der in einem Sessel sitzt, sowie ein Mann mit Brille und weißem Hemd, der in einem Rollstuhl sitzt. Der Mann im blauen Anzug spricht in ein Mikrofon und hat seine linke Hand leicht angehoben. Im Hintergrund ist eine Frau, die in Gebärdensprache dolmetscht.
Das Foto zeigt hinter einer Glasscheibe mehrere Personen, die in Stuhlreihen sitzen. Sie blicken konzentriert nach vorne.
Das Foto zeigt eine kleine Gruppe vorn Menschen. Sie stehen um einen Stehtisch an einem Messestand und unterhalten sich.

©BAG WfbM/Green Eyes Media

20. Verleihung der „exzellent“-Preise

Ein Highlight am Eröffnungstag von You can! war die Verleihung der „exzellent“-Preise der BAG WfbM. Seit 2006 ehrt der Verband mit dieser Auszeichnung innovative, zukunftsweisende und kreative Konzepte seiner Mitglieder. Preise wurden in diesem Jahr sowohl in den Kategorien Arbeit und Bildung als auch für die hervorragende Weiterentwicklung eines bestehenden Projektes vergeben.

Über erste Plätze freuten sich die Lebenshilfe Heinsberg und das Franz Sales Haus aus Essen. Zweite Plätze gingen an das BWMK aus Gelnhausen, Mosaik-Berlin, den Bildungscampus Blauhaus aus Hanau und die Diakonie Nord Nord Ost in Holstein aus Lübeck. Den exzellent:sonderpreis erhielt die Vielfalter Experten für Teilhabe gGmbH, die das Projekt „STANDARDS für die Arbeit der Werkstatträte“ seit 2011 in vorbildlicher Weise weiterentwickelt hat.

Verbesserung der Einkommenssituation von Werkstattbeschäftigten dringend erforderlich

Eine Vielzahl der Kongressteilnehmenden besuchte außerdem die Podiumsdiskussion mit dem Titel „Werkstättenreform – Wege zu mehr Teilhabe und fairer Bezahlung“. Denn bereits im Jahr 2023 war eine Studie im Auftrag des BMAS zum Entgeltsystem in Werkstätten abgeschlossen worden. Trotz eines Aktionsplans vom April 2024 liegt bisher aber noch kein konkreter Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Werkstätten vor.

Die BAG WfbM nahm die Diskussionsrunde bei You can! zum Anlass gemeinsam mit Werkstatträte Deutschland e. V. einen Appell an das BMAS zu überreichen. Dazu erklärte Andrea Stratmann: „Es ist nicht hinnehmbar, dass die rund 300.000 Werkstattbeschäftigten in Deutschland seit mehreren Jahren auf eine Reform des Entgeltsystems warten. Wir appellieren daher an die Politik, unverzüglich ein transparentes und nachhaltiges Entgeltsystem zu schaffen, das Arbeitsleistung anerkennt und soziale Sicherheit gewährleistet.“

Der Fachkongress You can! findet noch bis zum 13. März 2026 im Congress Center Leipzig statt. Presse und Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen, sich vor Ort zu informieren und über Inklusion im Arbeitsleben zu diskutieren.

BAG WfbM und Werkstatträte Deutschland überreichen politischen Appell für bessere Einkommensbedingungen in Werkstätten

Beim Fachkongress You can! – Inklusion im Arbeitsleben, der derzeit in Leipzig stattfindet, haben die BAG WfbM und Werkstatträte Deutschland ein starkes Signal an die Politik gesendet.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion „Werkstättenreform – Wege zu mehr Teilhabe und fairer Bezahlung“ übergaben Dr. Oliver Gosolits (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BAG WfbM) und Lulzim Lushtaku (Vorstandsmitglied Werkstatträte Deutschland e.  V.) einen eindringlichen Appell an Susanne Strehle, Vertreterin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Mit diesem gemeinsamen Appell fordern beide Verbände eine dringend notwendige Verbesserung der Einkommenssituation von Werkstattbeschäftigten. Ziel ist es, faire und zukunftsfähige Rahmenbedingungen zu schaffen, die echte Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen.

Den gesamten Appell finden Sie im Folgenden:

Einkommensverbesserung für Werkstattbeschäftigte jetzt umsetzen!

Die BAG WfbM und Werkstatträte Deutschland richten sich mit ihrem Appell zur Verbesserung der Einkommenssituation der Werkstattbeschäftigten an die Politik.

Bereits im Jahr 2019 forderte der Bundestag die Bundesregierung auf, innerhalb von vier Jahren zu prüfen, wie ein transparentes, nachhaltiges und zukunftsfähiges Entgeltsystem entwickelt werden kann. Sieben Jahre später ist dieses Ziel immer noch nicht erreicht. Trotz einer in Auftrag gegebenen und fertiggestellten Studie (2023), eines begonnenen Dialogprozesses und der Vorstellung des Aktionsplans (2024) wurde bis heute kein Gesetzentwurf vorgelegt.

Die BAG WfbM und Werkstatträte Deutschland appellieren eindringlich an die Politik, unverzüglich ein transparentes und zukunftsfähiges Entgeltsystem zu schaffen, das die Arbeitsleistung der mehr als 300.000 Werkstattbeschäftigten anerkennt und soziale Sicherheit gewährleistet!

20. Verleihung der „exzellent“-Preise: Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger 2026!

Die BAG WfbM vergibt die „exzellent“-Preise bereits seit 2006. Dieses Jubiläum nahm der Verband zum Anlass, im Rahmen von You can! am 11. März 2026 in Leipzig nicht nur innovative Ideen in den Kategorien Arbeit und Bildung auszuzeichnen, sondern außerdem ein Projekt zu würdigen, das über viele Jahre hinweg Wirkung entfaltet und sich dabei stetig weiterentwickelt hat. So wurden bei der 20. Verleihung der „exzellent“-Preise gleich sieben herausragende Projekte geehrt.

Lebenshilfe Heinsberg, Franz Sales Haus und Vielfalter Experten für Teilhabe überzeugen die Jury

Für das Projekt „Hey du, schau mal nach unten…! Produktion und Vermarktung eines hochwertigen Eigenproduktes im Förderbereich“ wurde die Lebenshilfe Heinsberg mit einem ersten Platz in der Kategorie exzellent:arbeit geehrt. Mit einer handgebundenen Lernkarte ist ein Produkt entstanden, das Nachfrage und Wirkung auf besondere Weise verbindet. Ein gedrucktes Schuhmotiv, ein echter Schnürsenkel und ein eigens entwickelter Liedtext – daraus wird ein Lernangebot, das Kinder spielerisch beim Schleifenbinden unterstützt und gleichzeitig Feinmotorik, Konzentration und Selbstständigkeit fördert. Doch die eigentliche Stärke dieses Projekts liegt tiefer: Es schafft sinnvolle Arbeit für Menschen im Förderbereich und verbindet soziale Verantwortung mit wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Die erfolgreiche Verteilung von 10.000 Lernkarten in Kooperation mit einem Radiosender, begleitet von einem professionellen Marketing, zeigt, wie durchdacht und wirksam dieses Projekt umgesetzt wurde. Die Jury würdigt besonders den Fokus auf Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, die Ansprache einer breiten Zielgruppe und die starke Vernetzung im Sozialraum. Die hohe Sichtbarkeit der Lernkarte bringt Anerkennung – und stärkt spürbar das Selbstwertgefühl der Menschen mit Behinderungen.

In der Kategorie exzellent:bildung konnte sich das Franz Sales Haus über den ersten Platz freuen. Bei „Arbeiten – wie ich es will!“ entwickeln Wissenschaftler*innen gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen ein KI-gestütztes Bedarfsanalyse-Tool, das neue Maßstäbe setzt. Es hilft dabei, eigene Stärken zu erkennen, persönliche Berufswünsche zu formulieren und individuellen Unterstützungsbedarf sichtbar zu machen. Damit eröffnet das Tool neue Wege der Berufsorientierung und reale Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Gleichzeitig profitieren Fachkräfte von klaren, nachvollziehbaren und effizienten Prozessen. Besonders hervorzuheben ist der konsequent partizipative Ansatz: Menschen mit Behinderungen waren von Beginn an aktiv am Projekt beteiligt – nicht nur als Zielgruppe, sondern auch als Mitgestaltende. Die Jury würdigt zudem die starke Personenzentrierung, die Förderung von Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit sowie die hohe Übertragbarkeit des Projekts. Hier wird deutlich, wie Künstliche Intelligenz inklusiv genutzt werden kann!

Der exzellent:sonderpreis 2026 für eine hervorragende Weiterentwicklung ging an das Projekt „STANDARDS für die Arbeit der Werkstatträte“ der Vielfalter Experten für Teilhabe gGmbH. Das Projekt wurde 2020 in der Kategorie exzellent:bildung ausgezeichnet und seitdem konsequent weiterentwickelt. Ausgangspunkt war eine klare Herausforderung: sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen für Werkstatträte in Süd-West-Niedersachsen. Bereits 2011 schlossen sich daher Werkstatträte, Assistenzen und Fachpersonal zusammen, um gemeinsame STANDARDS zu entwickeln – und diese nicht nur einzuführen, sondern dauerhaft zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Mit einer Selbstverpflichtung der Träger wurden die Rechte der Werkstatträte gestärkt, Qualifizierungen ermöglicht und die Zusammenarbeit nachhaltig verbessert. Heute sind die STANDARDS barrierefrei, alltagstauglich und in ganz Niedersachsen etabliert. Bildungstage, Anwendertage, Audits und ein Audit-Index, Handreichungen, ein Wörterbuch sowie praxisnahe Themenbögen zeigen, wie konsequent dieses Projekt weitergedacht wurde. Es ist ein lebendiges Instrument, das sich an den realen Bedürfnissen der Menschen orientiert. Die Jury würdigt insbesondere den klar partizipativen Ansatz und die hohe Anwenderfreundlichkeit. Durch das Projekt werden Werkstatträte in ihrer Selbstwirksamkeit und Handlungskompetenz gestärkt. Gleichzeitig wird ein inklusives Miteinander gefördert – und so ein wichtiger Beitrag zur Demokratiebildung geleistet.

Zweite Plätze für die innovativen Ideen des BWMK und von Mosaik-Berlin im Bereich Arbeit

In den Kategorien exzellent:arbeit und exzellent:bildung wurden 2026 jeweils zwei zweite Plätze vergeben.

„Kamera läuft und Action!“ Unter diesem Titel erstellt die Mediengruppe des BWMK Bild- und Textbeiträge für Intranet und soziale Medien, begleitet Veranstaltungen und hat sich als interner wie externer Dienstleister etabliert. Ziel des Teams ist es, Informationen verständlich, niedrigschwellig und zeitgemäß aufzubereiten. Menschen mit Behinderungen treten hier selbstbewusst als Expert*innen auf – sowohl für die Themen Behinderungen und Inklusion als auch für das moderne Berufsfeld Medien. Das stärkt Handlungskompetenzen, Selbstbewusstsein und eröffnet Perspektiven für anerkannte Ausbildungsabschlüsse und Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Beim sozialraumorientierten Projekt Mosaik-Kiezhilfe wird Arbeit nicht primär als ökonomische Leistung, sondern als Chance zur sozialen Teilhabe verstanden. Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf werden in ihrem Kiez sichtbar – als engagierte Nachbar*innen, als Umweltschützer*innen, als Unterstützer*innen. Besonders beeindruckt hat die Jury der bewusste Perspektivwechsel: von der Wahrnehmung als hilfsbedürftige Personen hin zu aktiv Handelnden. Das Projekt stärkt das Selbstwertgefühl, schafft Begegnungen und rückt die Bedarfe von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf konsequent in den Mittelpunkt.

Blauhaus und Diakonie Nord Nord Ost erreichen zweite Plätze in der Kategorie Bildung

Der Bildungscampus Blauhaus wurde für das Projekt „Wenn Wissen Funken schlägt – mit der Feuerwehr aktiv lernen“ ausgezeichnet. Dabei geht es um Brandschutztage, die aus einem Einzelprojekt heraus zu einem festen Bildungsangebot entwickelt wurden. In Kooperation mit der Berufsfeuerwehr Hanau erwerben Menschen mit Behinderungen praxisnahes Wissen für Gefahrensituationen, bauen Unsicherheiten ab und lernen, selbstständig zu handeln. Das aktive, partizipative Lernkonzept führt zu hohem Lernerfolg und stärkt zugleich Kooperationen im Sozialraum. Die Jury hebt die sehr gute Skalierbarkeit hervor sowie die Mehrwerte für Arbeitssicherheit, fachliche Qualifizierung und Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Die Diakonie Nord Nord Ost in Holstein hat in einen barrierefreien Intranet-Bereich entwickelt, der digitale Teilhabe, Transparenz und berufliche Entwicklung in den Mittelpunkt stellt. Das Angebot „Kompass-Intranet & Jobbörse“ schafft zentralen Zugang zu Informationen, Stellenangeboten und Beratung und wurde gemeinsam mit dem Werkstattrat entwickelt. Digitale Kompetenzen, Selbstbestimmung und nachhaltiges Übergangsmanagement stehen hier klar im Fokus. Die Jury würdigt insbesondere die Transparenz, die konsequente Beteiligung der Beschäftigten und die klare Ausrichtung auf Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Film ab für die erstplatzierten Projekte!

Das Foto zeigt eine große Menge Lernkarten, die auf einem Tisch liegen. Auf den Lernkarten sind ein Schuhmotiv und ein Schnürsenkel.
Das Foto zeigt eine große Leinwand, auf die eine Frau in orangenem Pullvor zeigt. Auf der Leinwand ist eine digitale Umfrage mit Text und verschiedenen Zeichnungen.
Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus einer Sitzung. Eine Person hält eine aufgeklappte Handreichung in den Händen. Die Handreichung enthält Text und verschiedene Zeichnungen.

Weitere Informationen zu den „exzellent“-Preisträgern 2026 und eine Liste aller nominierten Projekte gibt es in dieser Broschüre. Sie zeigen: Die Mitglieder der BAG WfbM sind offen für Veränderungen und setzen neue Impulse für eine zukunftsfähige Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Forderungen der BAG WfbM zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe

In der aktuellen Debatte zur Eingliederungshilfe geraten zentrale sozialstaatliche Werte wie soziale Sicherheit, Gerechtigkeit und Chancengleichheit zunehmend aus dem Blick. Dabei sind sie entscheidend für ein offenes Gemeinwesen und die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Aus diesem Anlass hat die BAG WfbM ihre zentralen Forderungen zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe in einer neuen Veröffentlichung zusammengefasst.

Die BAG WfbM setzt sich für eine verlässliche und bedarfsgerechte Ausgestaltung der Eingliederungshilfe ein. Nur so können Werkstätten, Inklusionsbetriebe, andere Leistungsanbieter und Förderstätten auch künftig hochwertige, personenzentrierte Leistungen sicherstellen.

Das Papier wird zeitnah auch in Leichter Sprache zur Verfügung stehen.

Aktionstag Schichtwechsel 2026: Jetzt anmelden!

Am 24. September 2026 ist es wieder so weit: Perspektivwechsel durch Schichtwechsel.

Am bundesweiten Aktionstag Schichtwechsel tauschen Menschen mit und ohne Behinderungen für einen Tag ihre Arbeitsplätze und gewinnen dabei unmittelbare Einblicke in eine andere Arbeitswelt und Lebensrealität.

Mit dem Schichtwechsel entstehen Begegnung, Austausch und die Möglichkeit, durch einen Perspektivwechsel Vorurteile und Vorbehalte auf beiden Seiten abzubauen.

2026 findet der Aktionstag Schichtwechsel bereits zum achten Mal auf bundesweiter Ebene statt und stärkt durch die jährlich wachsende Zahl der Tauschaktionen das gesellschaftliche Bewusstsein für die Bedeutung einer gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben.

Sie möchten Menschen mit und ohne Behinderung die Gelegenheit bieten, im Rahmen des Schichtwechsels einen anderen Arbeitsalltag und neue Perspektiven kennenzulernen?

Dann melden Sie Ihre Einrichtung an zum Aktionstag Schichtwechsel!

Logo Schichtwechsel

Eine Anmeldung ist für Werkstätten für behinderte Menschen, Tagesförderstätten und andere Leistungsanbieter auf der Verbandswebsite möglich.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und stehen Ihnen für Rückfragen per E-Mail unter schichtwechsel@bagwfbm.de gerne zur Verfügung.

Der neue Newsletter der BAG WfbM ist da

Am 25. Februar 2026 hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) ihr Informationsangebot um einen weiteren Kommunikationskanal erweitert: Mit dem neuen Newsletter informiert der Verband ab sofort regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten.

Der Newsletter bündelt Neuigkeiten aus der Arbeit der BAG WfbM sowie der Mitgliedsorganisationen. Im Mittelpunkt stehen Berichte zu Projekten und Veranstaltungen, fachliche Informationen sowie Hinweise auf Aktionen und Umfragen. Ziel ist es, relevante Themen aus dem Umfeld der Werkstätten für behinderte Menschen und anderer Leistungsanbieter übersichtlich zugänglich zu machen.

Der Newsletter erscheint einmal monatlich und richtet sich an alle Interessierten, die sich über die Arbeit der BAG WfbM und über aktuelle Entwicklungen im Feld der beruflichen Teilhabe informieren möchten.

Einen Einblick in die Inhalte der aktuellen Ausgabe finden Sie hier.

Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

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