Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten: Starkes Zeichen für Teilhabe und inklusiven Frauen-Fußball

Am kommenden Montag beginnt die diesjährige Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen. Vier Tage lang steht das Gelände der Sportschule in Duisburg-Wedau im Zeichen von Teilhabe, Inklusion und Fair-Play. Bei einem Training in Mönchengladbach gab Inka Grings, ehemalige Spielerin der deutschen Nationalmannschaft und zweifache Europameisterin, letzte Tipps für ein erfolgreiches Turnier.

Eines der Ziele bei der Deutschen Meisterschaft der Werkstätten ist es, mehr weibliche Werkstattbeschäftigte für den Fußball zu begeistern. Dabei werden die Veranstalter, die DFB-Stiftung Sepp Herberger und die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM), von der ehemaligen Nationalspielerin Inka Grings unterstützt. Sie hatte im vergangenen Jahr die Ehrung der Sieger*innen beim Turnier vorgenommen. Im Vorfeld der Meisterschaft 2026 leitete sie nun ein Training mit den Frauen-Teams der Hephata Arbeit gGmbH und der wewole Stiftung in Mönchengladbach.

Spielerinnen der Werkstatt-Fußballteams gemeinsam mit Inka Grings beim inklusiven Training
Inka Grings besucht Werkstatt Frauenteams zur Trainingseinheit bei den Hephata Werkstätten in Mönchengladbach vom 26.08.2026. Foto: Carsten Kobow/DFB Stiftung Sepp Herberger

„Fußball lebt von Leidenschaft, Teamgeist und dem gemeinsamen Willen, immer besser zu werden. Genau diese wesentlichen Elemente habe ich sowohl bei der Trainingseinheit in der Werkstatt diese Woche als auch bei meinem Besuch der Deutschen Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen im letzten Jahr bei den Teilnehmenden gesehen. Bei der Meisterschaft geht es um viel mehr als um Ergebnisse: Es geht um Begeisterung für den Fußball, um Begegnung und darum, gemeinsam zu zeigen, was möglich ist“, sagt Inka Grings.

„Die Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten ist für alle Teilnehmenden ein besonderes Highlight. Denn sie fördert Teamgeist, Sichtbarkeit und Selbstwirksamkeit. Und gerade weil es noch nicht ausreichend Frauen-Teams in den Werkstätten gibt, hat unser Turnier eine zentrale Bedeutung. Hier können weibliche Teams aus ganz Deutschland antreten, sich miteinander vernetzen und voneinander lernen. Das stärkt den inklusiven Frauen-Fußball als Ganzes“, ergänzt Andrea Stratmann, Vorstandsvorsitzende der BAG WfbM.

Ralph-Uwe Schaffert, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes und Vorstandsvorsitzender der DFB-Stiftung Sepp Herberger, betont: „Jedes Jahr aufs Neue ist die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten von einer großen, gemeinsamen Leidenschaft geprägt – dem Fußball. Unser Turnier zeigt, wie Teilhabe gelingen kann, und bietet allen Teilnehmenden und Gästen nicht nur mitreißende Spiele, sondern auch ein tolles Gemeinschaftsgefühl.“

Finalspiele am 3. September 2026

Unter dem Motto „Leidenschaft im Spiel, Erfolg im Team“ werden insgesamt 16 Männer- und fünf Frauen-Teams bei der Meisterschaft antreten. Das Programm beginnt mit der Gruppenauslosung für das Männer-Turnier am Montag, dem 31. August 2026, um 17:00 Uhr. Die ersten Spiele starten dann am darauffolgenden Dienstag ab 10:00 Uhr.

Der dritte Tag des Turniers ist traditionell spielfrei und bietet ein vielseitiges Rahmenprogramm für Spieler*innen, Trainer*innen und Betreuer*innen. Das Frauen-Turnier sowie die Platzierungsspiele der Männer finden am Donnerstag, dem 3. September 2026, ab 9:00 Uhr statt. Die Finals werden um 12:35 Uhr (Frauen) sowie um 13:15 Uhr (Männer) angepfiffen.

Mehr Informationen zur Deutschen Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen 2026 sowie die Liste der teilnehmenden Teams gibt es unter www.fussball-wfbm.de.