Fachgespräch in Berlin: Austausch zur Teilhabe von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf

Am Dienstag, den 7. Juli 2026, lud Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, zu einem Fachgespräch ins Café Moskau in Berlin ein. Im Mittelpunkt stand die Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf.

Ziel des Fachgesprächs war es, Herausforderungen und Handlungsbedarfe zu identifizieren sowie Impulse für die weitere politische Diskussion zu entwickeln.

Auch Konstantin Fischer, stellvertretender Geschäftsführer der BAG WfbM, nahm an dem Fachgespräch teil. Gemeinsam mit rund 70 Teilnehmenden aus Praxis, Wissenschaft, Verbänden und Selbstvertretung diskutierte er Herausforderungen und Zukunftsperspektiven für den Personenkreis.

Zum Auftakt der Veranstaltung machte Jürgen Dusel deutlich, dass die Bedarfe von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf in den vergangenen Jahren nicht die notwendige Berücksichtigung und politische Aufmerksamkeit erfahren haben.

Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden in mehreren Workshops, wie sich die Teilhabe am Arbeitsleben dieser Personengruppe sowohl in Werkstätten für behinderte Menschen als auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt stärken lässt.

Für die BAG WfbM ist es ein wichtiges Signal, dass Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf stärker in den politischen Fokus rücken. Die Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben und am gesellschaftlichen Leben dieser Personengruppe gehört seit Langem zu den zentralen Anliegen der BAG WfbM.

Mit dem Projekt „Gemeinsam Perspektiven schaffen (GPS)“ etwa arbeitet und forscht die BAG WfbM gemeinsam mit der Universität zu Köln daran, die Zugangsmöglichkeiten von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf zu Bildung und Arbeit zu verbessern.

Der Verband begrüßt daher, dass das Thema in den Jahren 2026 und 2027 stärker in den politischen Fokus gerückt werden soll.

Das Fachgespräch bildete den Auftakt für weitere Dialogformate. Jürgen Dusel kündigte an, den Austausch mit Vertreter*innen der Praxis sowie mit Menschen mit Behinderungen fortzusetzen. Ziel ist es, daraus Empfehlungen abzuleiten und der Bundesregierung vorzulegen, um die Möglichkeiten von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf weiter zu verbessern.

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