Fachkräfte fit machen für gute berufliche Bildung in Werkstätten

Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung nehmen eine zentrale Rolle ein, wenn es um die Wirksamkeit beruflicher Bildung in Werkstätten geht. Ihr methodisches Wissen weiter zu stärken war ein wichtiges Ziel des Projektes „Gute Bildungspraxis: Handlungsempfehlungen zur methodischen Gestaltung Beruflicher Bildung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) – Ein anwendungsorientiertes Forschungsprojekt“, kurz GuBiP.

Die BAG WfbM hat das Forschungsprojekt gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Sonderpädagogik V der Julius-Maximilians-Universität Würzburg umgesetzt. Es startete im Januar 2022 und wurde im Februar 2024 erfolgreich abgeschlossen.

Gefördert vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Finanzierung von GuBiP wurde über Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gesichert. Begleitet wurde GuBiP durch einen Projektbeirat.

Ein Ziel, drei Projektphasen

Im Rahmen des vorangegangen Forschungsprojektes „Evaluation harmonisierter Bildungsrahmenpläne“ (EvaBi) der BAG WfbM hat sich gezeigt, dass Fachkräfte in Werkstätten vor allem bei der „Übersetzung“ von Bildungsinhalten in konkrete Lehr-Lern-Situationen weiteres Handlungswissen benötigen.

Diese Lücke sollte mit GuBiP geschlossen werden. Denn das Projekt zielte darauf, die methodisch-didaktischen Kompetenzen von Fachkräften zu stärken und so das Qualitätsniveau und die Wirksamkeit beruflicher Bildung in Werkstätten zielgerichtet zu erhöhen.

GuBiP gliederte sich in drei Projektphasen:

  1. eine Befragung von Mitgliedern der BAG WfbM, um den aktuellen Stand der Praxis im Berufsbildungsbereich zu erfassen
  2. eine Erprobung von Ausbildungs- und Unterrichtsverfahren in 20 Modellwerkstätten
  3. die Erarbeitung einer Handreichung für die Werkstättenpraxis auf Basis des didaktischen Konzeptes PlaUsiBel

Außerdem fanden im gesamten Projektverlauf Austauschrunden mit Expert*innen aus der beruflichen Bildung statt, um die praktische Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse sicherzustellen.

PlaUsiBel lehren und lernen

Das zentrale Ergebnis des Projektes GuBiP ist eine Handreichung, die bei der methodisch-didaktischen Gestaltung beruflicher Bildung in Werkstätten unterstützen soll. Sie basiert auf dem Konzept PlaUsiBel und bietet nicht nur Informationen zu didaktisch-methodischen Grundlagen, sondern auch Umsetzungsbeispiele und Erklärvideos.

PlaUsiBel (abgeleitet von Planung, Umsetzung, Bilanzierung) macht es möglich, Lehr-Lern-Einheiten vorzubereiten, durchzuführen und abschließend das Lernergebnis und den Lernprozess zu bewerten.

Die Handreichung ergänzt mit ihren methodisch-didaktischen Ausführungen auch bestehende Professionalisierungsangebote für Fachkräfte – beispielsweise bei

  • der sonderpädagogischen Zusatzqualifikation,
  • der geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung und
  • der Rehabilitationspädagogischen Zusatzqualifikation.

Sie kann zudem auch von anderen Akteuren, die sich außerhalb von Werkstätten für die berufliche Bildung von Menschen mit Behinderungen einsetzen, genutzt werden.

Modellwerkstätten und Projektbeirat

Wir bedanken uns bei allen Modellwerkstätten, die im Projekt GuBiP mitgewirkt haben:

Ein weiterer Dank gilt den Mitgliedern des Projektbeirates.
Er setzte sich aus Vertreter*innen der Arbeitsgemeinschaft Pädagogische Systeme, der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe, der Bundesagentur für Arbeit, des Bundesinstitut für Berufsbildung, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen sowie des Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung und von Werkstatträte Deutschland zusammen.

Arbeit mit dem Konzept PlaUsiBel und PlaUsiBel Ansatz im Überblick

Kontakt

Guido Schmidt
E-Mail: g.schmidt@bagwfbm.de
Telefon: +49 30 944133012

Ines Schuster
E-Mail: i.schuster@bagwfbm.de
Telefon: + 49 30 944133021

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