BAG WfbM begrüßt Petition zum Werkstattentgelt

Mit einer Petition beim Deutschen Bundestag hat Christian Sackmann, Vorsitzender des Werkstattrats der BruderhausDiakonie, Forderungen nach einer Reform des Entgeltsystems in Werkstätten Nachdruck verliehen. Die BAG WfbM begrüßt die Initiative. Mehr dazu im Video-Statement von Christian Sackmann.

Werkstattbeschäftigte in Deutschland warten seit vielen Jahren auf eine spürbare und nachhaltige Verbesserung ihrer Einkommenssituation. Auch die BAG WfbM und ihre Mitglieder setzen sich für ein auskömmliches, faires und nachvollziehbares Entgelt in Werkstätten ein.

Die Petition von Christian Sackmann ist aus Sicht des Verbandes deshalb ein deutliches Zeichen, dass es endlich Entscheidungen auf politischer Ebene braucht – so wie im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD angekündigt.

Ein erster Schritt zu einer Reform des Werkstattentgeltes war die „Studie zu einem transparenten, nachhaltigen und zukunftsfähigen Entgeltsystem für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten für behinderte Menschen und deren Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Auftrag gegeben hat. Der Abschlussbericht zur Studie wurde im September 2023 veröffentlicht.

Die BAG WfbM hat den Forschungsprozess von Beginn an proaktiv begleitet und war unter anderem in der Steuerungsgruppe auf Bundesebene vertreten. Wir haben aber auch zwei eigene Vorschläge zur Reform des Entgeltsystems in Werkstätten eingebracht.

Im Rahmen eines Dialogprozesses hat das BMAS Ideen zur Reform des Werkstattsystems in insgesamt vier Handlungsfeldern präsentiert. Die BAG WfbM hat sich inhaltlich mit allen Handlungsfeldern auseinandergesetzt und eine Positionierung zur Zukunft des Werkstattsystems entwickelt.

Seither sind die Reformbemühungen auf politischer Ebene jedoch nicht wesentlich vorangekommen. Ein Gesetzesentwurf zur Reform des Werkstattentgeltes liegt weiterhin nicht vor.