BAG WfbM und Universität zu Köln präsentieren Ergebnisse des Projektes „Gemeinsam Perspektiven schaffen“

Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am 23. September 2026 in Berlin haben die BAG WfbM und die Universität zu Köln die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Gemeinsam Perspektiven schaffen (GPS) – Ein Projekt zur Teilhabe von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf an beruflicher Bildung und Arbeit“ vorgestellt.

GPS wurde über einen Zeitraum von rund zwei Jahren umgesetzt und von der BAG WfbM finanziert. Ziel war es, die Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf stärker in den Blick zu nehmen, ihre Perspektiven sichtbar zu machen und Erkenntnisse über die Rahmenbedingungen von Bildung und Arbeit für diesen Personenkreis zu gewinnen.

Teilhabe an Bildung und Arbeit stärken

Im Zentrum des Projekts stand die Frage, wie Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ihre Möglichkeiten zur Teilhabe an beruflicher Bildung und Arbeit besser verwirklichen können. Ziel war es, belastbare Erkenntnisse über individuelle Bildungs- und Unterstützungsbedarfe sowie über institutionelle Rahmenbedingungen zu gewinnen, die Teilhabe ermöglichen oder erschweren.

Dr. Michael Weber, stellvertretender Vorsitzender der BAG WfbM, betonte in seiner Begrüßung: „Mit der heutigen Veranstaltung und mit dem Ende des Forschungsprojekts ‚Gemeinsam Perspektiven schaffen‘ ist unsere Arbeit für eine verbesserte Teilhabe von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf an Bildung und Arbeit nicht abgeschlossen. Im Gegenteil: GPS soll kein Schlusspunkt sein, sondern ein Ausgangspunkt. Ein Ausgangspunkt für weitere Diskussionen, für neue Ideen und vor allem für konkrete Veränderungen.“

BAG WfbM/Laurin Schmid
BAG WfbM/Laurin Schmid
BAG WfbM/Laurin Schmid
BAG WfbM/Laurin Schmid

Forschung und Praxis gemeinsam denken

Das Forschungsprojekt war in zwei Teilprojekte gegliedert:

Das qualitative Teilprojekt 1 unter Leitung der Universität zu Köln beschäftigte sich unter anderen mit den Fragen: Was bedeutet Arbeit für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf? Welche Perspektiven haben sie, wenn es um die Teilhabe an Arbeit geht? Und welche individuellen Bildungsbedürfnisse werden sichtbar?

Das quantitative Teilprojekt 2 unter Leitung der BAG WfbM analysierte bundesweit institutionelle Rahmenbedingungen, Zugangswege zu Leistungen der Teilhabe sowie Merkmale und Bedarfe des Personenkreises Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf.

Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Abschlussveranstaltung in Berlin vorgestellt und gemeinsam mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutiert. Nach der Begrüßung durch Dr. Michael Weber (BAG WfbM), Dr. Michael Maschke (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) sowie Thomas Lübcke (DKB) stellte das Forschungsteam der Universität zu Köln die zentralen Erkenntnisse aus Teilprojekt 1 vor. Anschließend gab Ines Schuster, Referentin für berufliche Bildung bei der BAG WfbM, Einblicke in die Ergebnisse des quantitativen Teilprojekts 2.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion zur Frage, wie arbeitsweltorientierte Bildung als Grundlage von Teilhabe am Arbeitsleben bundesweit stärker verankert werden kann.

Ergebnisse für die Praxis

Die Ergebnisse des qualitativen Teilprojekts 1 werden ab Mitte November 2026 als praxisorientierter Ringordner über den Lebenshilfe Verlag erhältlich sein und zusätzlich auf der Website der BAG WfbM veröffentlicht.

Die Ergebnisse des quantitativen Teilprojekts 2 stehen kostenfrei zur Bestellung und zum Download auf der Website der BAG WfbM zur Verfügung.

Dank an alle Projekt-Beteiligten

Die BAG WfbM dankt den Forscherinnen der Universität zu Köln, den mitforschenden Fach- und Leitungskräften sowie den Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf aus den fünf GPS-Modelleinrichtungen (Bonner Werkstätten, Diakoniestiftung Thüringen, Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten, Mosaik-Berlin, Stiftung Drachensee) und den Mitgliedern des GPS-Beirats für die gute Zusammenarbeit im Projekt.

Das Ziel wird es nun sein, die gewonnenen Erkenntnisse weiterzutragen und gemeinsam weitere Perspektiven für die Teilhabe von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf zu schaffen.